Jahreschronik 1975 – 2016

Gründung  1975

Der Sippe „Schwalbe“ der Pfadfinder in Sieglar reichte es nicht mehr, sich nur als Pfadfinder mit einem Wagen am Rosenmontagszug in Loor zu beteiligen. Man – neun Gleichgesinnte – fühlte sich dem Rheinischen Brauchtum viel mehr ver-bunden und gründete den Karnevalsclub:

„Ne Hoofe volle Lööre“ rot-weiss von 1975

Wurde über den Namen lange diskutiert – vor allem über das zweideutige „volle“ im Namen – war die Wahl des Stammquartiers unumstritten: beim „Pompe Jupp“ und Milli fühlte der „Hoofe“ sich wie zu Hause. Um als junge Truppe besser anerkannt zu werden, schloss man sich direkt dem Ortsring an.

 

Session 1976

Es war zwar die erste Session, doch schon damals wurden einige wichtige Grundsätze beschlossen, an die sich der „Hoofe“ bis heute gehalten hat: – Der Ochsenkopf wurde als Vereinslogo gewählt, nur das Aussehen hat sich im Laufe der Zeit geändert! – Der erste Großwagen wurde unter dem Motto „Och Beamte künne arbede“ gebaut! – Der erste eigene Orden wurde entworfen! Auf den eigenen Wagen und den selbst entworfenen Orden legt der „Hoofe“ bis heute großen Wert!

Session 1977

Schon im 2. Jahr und jung an Lebensjahren wagte man sich an die verantwortungsvolle Aufgabe, recht kurzfristig das Sieglarer Dreigestirn zu stellen. Anfängliche Bedenken – „Kinderdreigestirn“ (Kommentar Hölle Jupp) oder Abnahme des Prinzenwagens durch eine offizielle Delegation des Ortsrings – waren angesichts der Begeisterung von Prinz Peter (Zündorf), Bauer Jakob (Lucht) und Jungfrau Hanni (Hanno Kessel) mit Adjutant Walter Pfenningsberg schnell verflogen. Der „Hoofe“ gewann die Anerkennung vieler Löörer!

Session 1978

Zwar mit einem weinenden, aber auch mit einem lachenden Auge übergab Prinz Peter das Zepter an die Hoofemitglieder Lore und Dieter Burger, die für den Turnverein das Prinzenpaar in Loor repräsentierten! Mit viel Erfahrung und seiner Begeisterung unterstützte der Hoofe seine beiden „Fremdgänger“ beim Wagenbau und allen Auftritten! In diesem Jahr kam der Gefolgewagen des letzten Jahres, der „Löörer Oohs“ hoch erhoben als Abschiedswagen nochmals zu der ihm gebührenden Geltung.

Session 1979

Obwohl noch jung, zeigte der „Hoofe“ schon früh seine Verbundenheit mit Loor. Entsprechend nobel gekleidet feierte man in diesem Jahr „Alt-Sieglar“ in seinem „Veedel“ um den schönen „Löörer Maat“. Vielleicht wurde man dabei inspiriert von den vielen privaten Feiern, bei denen man sich adrett gekleidet zeigte. In dieser Zeit schlossen viele Pärchen des „Hoofe“ den Bund fürs Leben, der „Hoofe“ konsolidierte sich auch privat!

Session 1980

Die ersten 5 Jahre waren mit Erfolg gemeistert. Der „Hoofe“ beschenkte sich und die Löörer mit einem Orden mit Brillianten und einer herrlichen Geburtstagstorte. Die erste öffentliche Veranstaltung wurde mit dem Sängerbund auf den Rathauswiesen veranstaltet!

Session 1981

Nach Sonnenschein kommt Regen! 1980 schön Geburtstag gefeiert, fiel das Jahr 1981 buchstäblich ins Wasser: kein Prinz in Loor und Regen beim Rosenmontagszug. Der Oohs als Hampelmann war der einzige Lichtblick! Aber da war doch noch was!? 1981 feierte der „Hoofe“ seine eigene erste öffentliche Veranstaltung in Loor. Im Rahmen des Troisdorfer Sommers wurde in Eigeninitiative auf der Rathauswiese ein „Musikalischer Frühschoppen“ dargeboten. Trotz noch geringer Mitgliederzahl schaffte man es, neben allen anderen Arbeiten, die zahlreichen Besucher mit Getränken und den notwendigen kleinen Speisen bei guter Stimmung zu versorgen!

Session 1982

Der erste eigene Nachwuchs im „Hoofe“ war eingetroffen und zeigte sich auch schon im Rosenmontagszug! Klar, dass dazu ein riesiger Kinderwagen durch Loor zog, den die Mitglieder als Babies umschwärmten. Die Kostüme waren noch lange Jahre im Einsatz, wohl weil sie schön weit geschnitten waren und die mit den Jahren zunehmenden Pfunde wohltuend verbargen!?

Session 1983

„Un es der Büggel noch su leer, mir fiere trotzdem Fasteleer!“ Ein auch heute wohl hochaktuelles Thema, mit dem der „Hoofe“ sich in Loor präsentierte. Die Großfigur, das Känguru, muss aber doch noch ein paar Groschen im Büggel gehabt haben, denn sowohl für die Männer als auch die Frauen konnten neue Karnevalsmützen für die mittlerweile 18 Mitglieder angeschafft werden. Ein erstes Zeichen dafür, dass der „Hoofe“ sich in der Zukunft einheitlich in der Öffentlichkeit präsentieren wollte. Doch bis zu den Clubjacken war es noch weit.

Session 1984

Zwei Ereignisse bleiben aus dieser Session im Gedächtnis. Die Herren trauten sich nur leicht gewandet als „Südseeprimel“ aufzutreten und ernteten nicht nur von den eigenen Frauen Lachsalven.

Die Kostüme im Zooch und auf den Veranstaltungen, die Höhner, bestanden aus echten Federn, die nur leicht mit Kleber auf den Anzügen befestigt waren. Sehr zur Freude aller Veranstalter, welche die Federn am Ende zusammenfegen mussten. Die Daunenfedern flogen beim kehren ständig hoch!

Session  1985

„Fastelovend wie ne Blomestruss bung und schön!“ Mit den Jahren anerkannt und gereift, wurde der „Hoofe“ zum 10jährigen Jubiläum selbst vorstellig und wollte das Dreigestirn stellen! Mit den Vorbereitungen wurde schon sehr früh begonnen, so dass das Jubiläum ausgiebig gefeiert werden konnte. Höhepunkt war sicher der Rosenmontagszug, bei dem Prinz Hanno (Kessel), Bauer Peter (Schänzler) und Jungfrau Karla (Karl-Ludwig Kessel) jeweils in einer riesigen Tulpenblüte das närrische Volk mit Kamellen versorgten. Dies war rückblickend der größte mit Papierrosen ( 80.000) geschmückte Wagen, den der „Hoofe“ gebaut hat.

Session 1986

Das Gelingen der Marktplatzfeste des „Hoofe“ hing immer stark vom Wetter ab. Deshalb wurde in diesem Jahr beschlossen, es auch mit einer Saalveranstaltung zu versuchen. Bei den Vorstellabenden wurde das Programm von der Vereinigung Bonner Karnevalisten gestellt, die Bewirtung übernahm der „Hoofe“. Wie erwartet war der Besuch anfangs bescheiden.

Der Rosenmontag stand im Zeichen des Weinskandals. Zwei Winzer mischten auf dem Großwagen kräftig Weinreben und Glykol zur „Glykolauslese“!

Session 1987

Ab dem Jahre 1987 wurde wieder eine gute Neuerung im Sieglarer Fastelaer eingeführt! Die neuen Regenten von Loor wurden erstmals im Rahmen der Veranstaltung des „Hoofe“ vorgestellt, damals noch dem „Vorstellabend“, später bis heute dem „Ochsenball“. Somit bekam die Vorstellung mit einem unterhaltsamen bunten Programm einen würdigen Rahmen. Da damit die Veranstaltung offiziellen Charakter bekam, war auch dem „Hoofe“ geholfen. Mit dieser Entscheidung des Ortsrings wurde der „Hoofe“ im Kreise der Ortsvereine „erwachsen“!

Session 1988

„Orden zum Mitsingen!“ Ein Spagat vom Alptraum – dem Kraken Stoltenberg, der dem deutschen Michel mit der Quellensteuer die letzten Pfennige aus der Tasche saugte als Großwagen – zum Wunschtraum – rheinisches Brauchtum mit Liedern von Willi Ostermann als Orden – gelang dem „Hoofe“ im Jahr 1988.Auf dem Orden als Liederbuch war der Löörer Oohs als zentraler Mittelpunkt dargestellt. In dem aufklappbaren Orden befand sich ein Textbüchlein mit den bekanntesten Ostermannliedern.

Session 1989

Nach einem vollkommen verregneten Marktplatzfest entschied sich der „Hoofe“ die unsichere Freiluftveranstaltung mit hohem Zeitaufwand – viele Mitglieder mussten sich sogar zum Auf- und Abbau Urlaub nehmen – nicht mehr durch zu führen. Im Rosenmontagszug widmete man sich dem Löörer Dauerbrenner „EL 332“. Die geplante Route der Umgehung musste nach einem Gerichtsentscheid um geplant werden; die Löörer waren in zwei konträre Lager gespalten. Der „Hoofe“  zeigte sich im Rosenmontagszug entsprechend als Indianer auf dem Kriegspfad.

Session 1990

Tief Vivian schlägt zu! Der „Hoofe“ hat es mit seinem Planwagen dank einiger Reparaturen unterwegs bis zum Löörer Maat geschafft. Doch dort stand man ganz alleine im Herzen von Loor. Mit Plastikbahnen wurden die Kostüme geschützt. Dann kam die kaum begreifbare Nachricht: „Der Zug fällt aus“! Am wenigsten konnten dies die Kinder begreifen, das kann doch nicht sein, in Loor kein Rosenmontagszug? Es war so, der Wagen wurde zurück gefahren und wie immer am Aschermittwoch abgebaut. Der erste mit viel Mühe gebaute Wagen, den keiner zu sehen bekam.

Session 1991

Das „Kellerdreigestirn“! Ein Jahr nach dem 15-jährigen Bestehen stellte der „Hoofe“ erneut ein Dreigestirn. Prinz Karl-Ludwig (Kessel), Bauer Hanno (Kessel) und Jungfrau Gertrud (Schänzler) hatten mit dem „Hoofe“ alle Vorbereitungen getroffen, doch nach der Proklamation war Schluss mit allen öffentlichen Auftritten. Der Golfkrieg machte alle Pläne zunichte. Das Dreigestirn bekam zwar viele Einladungen zu privaten Feiern, weshalb es bald „Kellerdreigestirn“ genannt wurde. Dennoch wurden zwei Neuerungen erbracht: Hanno Kessel schaffte das Trippel: Prinz 1985, Bauer 1991 und Jungfrau 1977. Und Gertrud Schänzler war die erste weibliche Jungfrau in Loor.

Session 1992

„Es geht weiter!“ Zwei Jahre kein Rosenmontagszug, zwei Wagen umsonst gebaut, das Dreigestirn blieb auf seinen Kosten sitzen! Doch der „Hoofe“ gibt nicht auf! Das Löörer Wappentier, der Drache, kann dank des Entgegenkommens der Familie Esser untergestellt werden und läuft 1992 als Abschiedswagen. Wäre der absolut größte, je vom „Hoofe“ gebaute Wagen ebenfalls gebaut und abgerissen worden, ohne im Rosenmontagszug gefahren zu sein, viele Mitglieder hätten das nicht verkraftet. Man diskutierte, das Engagement zurück zu fahren. Doch im Gegenteil, der „Hoofe“ leitet die Session mit dem ersten Ochsenball ein und veranstaltet mit der 1. großen Karnevalsgesellschaft die erste Herrensitzung!

Session 1993

Inspiriert vom Disneyland in Paris und von den eigenen Kindern gedrängt, präsentierte sich der „Hoofe“ als Mickey-Mäuse im Rosenmontagszug. Stilgerecht dazu durften die Pänz im Dudu, dem eigenwilligen VW-Käfer mitfahren und hoch von oben Kamelle werfen. Inzwischen hatte sich eingebürgert, dass die Erwachsenen einmal im Jahr auf Tour, de sogenannte „Hoofetour“ fahren. Eine weitere Veranstaltung neben vielen anderen im Laufe eines Jahres, bei denen die Mitglieder immer mehr zusammen wachsen. Denn beim Hoofe ist das ganze Jahr für alle, Erwachsene, Jugend oder Kinder etwas los.

Session 1994

Aufstand in Loor! Das kann keiner, der mit dem Herzen an Loor hängt, unkommentiert lassen. Da soll das schöne Rathaus in Sieglar verschwinden und in einen nüchternen Zweckbau am Rande der Altstadt verlegt werden. Der Kommentar des „Hoofe“: „Die ganze Rathausschieberei ist wie ne miese Zauberei“! Der „Hoofe“ fühlte sich, wie viele Löörer, von der Politik zu Gunsten der Altstadt schon wieder verschaukelt.

Session 1995

20 Jahre „Hoofe“

Nach mittlerweile schon guter Tradition hätte der Club im 5-jährigen Abstand wieder das Dreigestirn in Loor stellen sollen. Doch zu tief saßen noch die Golfkriegsschäden. Die andere Tradition wurde beibehalten, der Großwagen wurde wieder ein „Rosenwagen“; Motiv: eine riesige Karnevalsmütze.

Ein Geburtstagsgeschenk leistete sich der Club doch: es wurde eine eigene Fahne angeschafft. Nach der Fahnenweihe wurden alle Ortsvereine und alle Löörer als Dank für die 20jährige Unterstützung in die Küz zu einer tollen Geburtstagsfeier eingeladen!

Session 1996

Das Rathaus wehrt sich! Natürlich ein gefundenes Fressen für den „Hoofe“. So leicht lassen sich die Löörer nichts wegnehmen! Auch das Rathaus wehrte sich gegen seine Sprengung und Zerstörung und hält noch einige Zeit in Schieflage aus. Das musste natürlich im Rosenmontagszug als Motto des Großwagens gewählt werden. Die lokalpolitischen Themen wurden immer von den Zugbesuchern am Straßenrand lachend begrüßt und schmunzelnd kommentiert. Auch die Presse nahm die Themen dankend auf.

Session 1997

Was soll nach 20 Jahre „Hoofe“ mit fast immer gleicher Mitgliedschaft noch Neues kommen? Natürlich der eigene Nachwuchs! Der „Hoofe“ war von Anfang an eine Club, oder besser ein Stammtisch, der sich auf wenige Familien – insgesamt 14 – stützen konnte. Neu in diesem Jahr, die Jugend fühlte sich erfahren genug, um eine eigene selbstständige Jugendabteilung ins Leben zu rufen. Gefeiert wurde in diesem Jahr unser Stammquartier: der „Hoofe“ fühlt sich seit 21 Jahren wohl beim „Pompe Jupp“. Nicht nur vom „Hoofe“ könnten dort manche Geschichten erzählt werden!!!

Session 1998

„Haus Europa“, wieder ein politisches Thema: fast so lange wie die EL 332 stand natürlich der „Kaiserbau“ im Mittelpunkt der Diskussion in Loor. Unübersehbar überragte diese Planungsruine den Stadtteil Rotter See – ehemals Sieglar – und war für die meisten Benutzer der Autobahn das Wahrzeichen für Troisdorf. Auf die Personen, die HA Schulte in diesem Jahr als repräsentativ für Europa erachtete, konterte der „Hoofe“ mit den Persönlichkeiten von Loor. Vielleicht etwas eigensinnig, denn außer dem „Alten Pomp, dem Meester“ waren nur die Bilder der eigenen Mitglieder auf dem Hotelbau zu sehen.

Mit den „Kleinbahnorden“ – einem der detailgetreuesten Orden – begann die Serie der historischen Erinnerungen an Loor.

Session 1999

Klonen (Clowenen) op de Lööre Art, hät noch keenem Minsch jeschaat! Wieder typisch „Hoofe! Obwohl in der eigenen Planung immer weit voraus – die Generalversammlung mit neuen Ideenvorschlägen findet direkt nach der abgelaufenen Session statt – kann man sich doch flexibel auf aktuelle Themen ein- und umstellen. Als das Thema „klonen“ im Sommer immer aktueller wurde, stellte man sich mit dem Motto für den Großwagen und Kostüme kurzfristig um und gab eine für den „Hoofe“ typsche Antwort mit der „Clownmühle“!

Session 2000

25 Jahre „Hoofe“

Das musste natürlich gebühren  mit einem Dreigestirn gefeiert werden. Prinz Johannes (Emmerich), Bauer Peter (Zündorf) und Jungfrau Dietlinde (Dieter Burger) führten das närrische Volk von Sieglar ins neue Jahrtausend. Die Mitglieder begleiteten ihr Dreigestirn als Schornsteinfeger um so allen Jecken viel Glück fürs neue Jahrtausend zu bringen. Alle Löörer feierten begeistert mit und auch die närrische Welt ging, trotz vieler Schwarzseher, nicht unter.

Session 2001

In der Reihe der historischen Orden von Sieglar, die mittlerweile schon Sammlerwert haben, wurde an das Hochwasser von 1920 gedacht, bei dem der Maat vollständig unter Wasser stand. Im heutigen Bild um den Maat völlig verschwunden ist der alte Feuerwehrturm, ein Gebäude, dem vor allem die vielen Berufsfeuerwehrleute im „Hoofe“ nachtrauern. Dem Hochwasser angepasst fuhr der „Hoofe“ am Rosenmontag in einem großen Boot als Motivwagen durch Loor. Die Mitglieder waren entsprechend als Fischer gekleidet!

Session 2002

Euro der Teuro! In diesem Jahr 2002 musste das europaweite Thema „Einführung des Euro“ aufgegriffen werden. Die Mitglieder gingen in den Landestrachten der Euro-Länder, jeweils dekoriert mit einem zu dem Land gehörenden Euro-Schein. So waren in der Gruppe alle verschiedenen Euro-Scheine vertreten, sozusagen um sie den Zuschauern am Zugrand näher zu bringen. Der mit großen Kopien der Euroscheine dekorierte Großwagen stellte das „Haus Europa“ dar. Mit dem historischen Orden wurde an die in den Jahren 1816-1852 in Sieglar ansässige Glockengießerei Clarens gedacht.

Session 2003

Ein wahrhaft historisches Stück Sieglars wurde auf dem Orden 2003 mit der Kirchgasse und der alten Kreuzigungsgruppe, dem Präsenshof und der Restauration Germania dargestellt. Thema in diesem Jahr aber waren die Auflagen, die in diesem Jahr streng vom TÜV überprüft wurden. Kein Wagen durfte am Rosenmontagszug teilnehmen, der nicht vom TÜV abgenommen wurde. Zahlreiche Umbauten waren notwendig und auch die Abnahme kostete zusätzliches Geld. So fuhr der „Hoofe“ erstmals in Loor mit einem teuren TÜV-Siegel am Wagen im Zoch mit. Es wurde überlegt, aus Kostengründen nur noch alle 2 Jahre einem neuen Wagen für den Rosenmontagszug zu bauen.

Session 2004

Großwagen Burg die Zweite! Eine Folge der Überlegung, nicht jedes Jahr beim TÜV vorfahren zu müssen, war, das Schloss des Dracula von 2003 im Jahr 2004 als „Burg des Robin Hood“ zu verwenden. Natürlich wurde das Schloss mit viel Aufwand renoviert. Waren die Mauern 2003 noch tapeziert, wurde in 2004 jeder Stein individuell aus Styropor herausgearbeitet und bemalt. Die Mitglieder wollten als „Robin Hood“ die armen Steuerzahler von den immer höheren Steuern befreien.

Session 2006

Ein Jahr nach dem 30.-jährigen Bestehen konnte der Hoofe nach 2000 erneut ein Dreigestirn in Sieglar stellen. Prinz Karl-Ludwig (Kessel), Bauer Peter (Schänzler) und Jungfrau Dietlinde (Dieter Meffert) repräsentierten unseren Ort. Für Karl-Ludwig war es der zweite Anlauf als Prinz, nach dem Chaos 1991 als Folge des Golf Krieges. Das Gefolge trat in vier ausgewählten Kostümen als Kölsche Originale auf: Hänneschen und Bärbelchen, Tünnes und Schääl. Erstmals unterstützte eine Tanzgruppe aus den eigenen Reihen die Auftritte. Die Stimmung war fantastisch, besonders sei an die Busfahrten zu den Auftritten in Troisdorf erinnert. Neu eingeführt wurde das Treffen ehemaliger Tollitäten von Loor, das mittlerweile schon Tradition genießt.

 

Session 2007

Auch dieses Jahr war ereignisreich, wurde doch in Sieglar die 1175 Jahresfeier veranstaltet. Der Hoofe präsentierte sich im Zug als Löörer Cowboys und -girls rund um ihr Fort. Die 1175 Jahresfeier war ein groß aufgelegtes Fest, das Dank der Hilfe aller Ortsvereine ein voller Erfolg wurde. Wann musste schon mal der Markt wegen Überfüllung geschlossen werden, wie dies beim Auftritt der Räuber notwendig wurde. Der Hoofe war natürlich an allen Tagen mit allen Mitgliedern hilfreich zur Stelle. Als Belohnung wurde dem Rhythmus entsprechend eine große, sprich mehrtägige Fahrt nach Oberstaufen unternommen. Erholung in schöner Landschaft und ausgiebige Feiern am Abend wurden geboten.

Session 2008

2008 ließ der Hoofe eher ruhig angehen, außer Karneval standen keine größeren Veranstaltungen im Kalender. Im Rosenmontagszug wurde erstmals unser eigener Oohs, der „Max“ auf dem Wagen vorgestellt. Er zog symbolisch eine filigran gestaltete Kutsche. Die Fußgruppe zeigte sich in einem der schönsten und typisch rheinischen Kostüme, dem Flickenclown. Wagen und Kostüme waren natürlich einheitlich in den Klubfarben rot und weiss gehalten.

Session 2009

In diesem Jahr hat auch der Hoofe, oder zumindest die Mehrheit, vor den zunehmenden behördlichen Auflagen kapituliert. Die zusätzlichen Arbeiten und auch finanziellen Aufwendungen durch die TÜV Abnahme, hatte den Spaß am Wagenbau genommen. Was in 34 Jahren noch nie eintrat, es wurde kein neuer Wagen gebaut. Oohs „Max“ mit „Kutsche“ wurde wieder aus dem Stall geholt und fuhr ein zweites Mal durch Loor. Der Hoofe lud zum zweiten mal die ehemaligen Regenten zu gemeinsamen Treffen ein. Dieter Burger und Karl-Ludwig Kessel überraschten mit einer lückenlosen Chronik der Nachkrieg-Tollitäten. Diese wurde jedem als Buch überreicht und als Präsentation vorgeführt. Dem Rhythmus folgend wurde im Sommer wieder eine „große Tour“ durchgeführt, diesmal nach Holland. Es wurde auf einem Dreimaster angeheuert und damit durch die Kanäle von Holland gesegelt.

Session 2010 

35 Jahre wurde der Hoofe, eine stolze Zeit und das mit immer noch großem Stamm an Gründungsmitgliedern. Deshalb wurde sich wieder an den ersten Orden erinnert, der symbolisch die 9 Köpfe der Gründungsmitglieder enthält. Diese Originalköpfe wurden in einen Ochsenkarren gepackt, den unser Oochs „Max“ durch Sieglar zog. Am Rosenmontag zogen wir mit einem Piratenschiff als Piraten durch Loor. Erinnert wurde an viele piratenartige Vorgehen; sei es vor Somalia, beim Abkassieren durch das Finanzamt oder bei den gerade erfolgten Wahlversprechen, die nie eingehalten werden.

Session 2011

Der Hoofe blieb dem Wasser und der Schifffahrt treu, das Motto war aber etwas seriöser gestaltet. Die Kreuzfahrtmanie wurde auf die Schippe genommen. Mit einem Cruiser, der MS Loor, ging es auf den Rosenmontagsweg, die Fußgruppe einfach als Matrosen gekleidet.

Session 2012

Im Jahr 2012 blieb man mit dem Motiv des Rosenmontagswagen mal wieder etwas heimatnah. Der historische „Rabarberschlitten“ wurde originalgetreu nachgebaut und fuhr mal wieder durch Sieglar. Historisch auch die Kostüme der Fußgruppe als Schaffner auf der legendären Kleinbahn fungierend.

Ganz mondän und in die Ferne machten sich in diesem Jahr unsere Damen auf ihre Tour: Paris war das Ziel. Die Herren blieben betröppelt zu Hause.

Session 2013

mal wieder ein Highlight in der Hoofechronik; der Club stellte zum 6. mal in seiner kurzen Geschichte das Löörer Dreigestirn. Prinz Hanno regierte die Löörer Narrenschar zusammen mit Bauer Karl-Ludwig und der Jungfrau Josefine. Sie hatten eine ansehnliches Gefolge aus den Hoofemitgliedern und vielen Freunden um sich geschart. Ein Augenschmaus bei allen Auftritten war die Garde, ebenfalls aus den eigenen Reihen. Oohs Max zog mit vollem Elan einen mit Rosen besteckten „Feuerwagen“ hoch durch die Lüfte.

Das Jahr 2013 blieb ereignisreich. Der schon gewählte langjährige ( 38 Jahre) Präsident Peter Zündorf trat zurück und mit weiteren 9 Mitgliedern aus dem Club aus. Nach mehreren internen Krisensitzungen wurde Dieter Burger auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zum neuen Präsidenten gewählt.

Erster Lichtblick in aufkommenden schwierigen Zeiten: die Hoofe Tour nach Wilhelmshafen!

Session 2014

Prinz Hanno verabschiedete sich auf einem fliegenden Teppich im Rosenmontagszug von seinem närrischen Volk. Die Fußgruppe begleitete ihn als farbenprächtige Haremsdamen und Scheichs. Nach mehereren Jahre trat der Hoofe erneut mit 2 Gruppen im Rosenmontagszug auf, denn eine Gruppe Jugendlicher in 20. Stärke reihte sich als „Hoofe Jugend“ in den Zug mit eigenem Wagen ein.

Überhaupt wuchs die Mitgliederzahl des Hoofe entgegen aller Befürchtungen an, Hoffnung auf weiteres Bestehen mit Blick auf des 40.-jährige Jubiläum kam auf.

Session 2015

Der 40. Geburtstag wurde in diesem Jahr gefeiert. Natürlich mit einem schmucken Prunkwagen. Die Fußgruppe in allseits beliebten rot-weissen Clowns feierte mit und auch die Jugendgruppe, mittlerweile auf über 40 Teilnehmer angewachsen, reihte sich wieder in den Zug ein.

Natürlich wurde das Jubiläum zünftig mit einem Kommers gefeiert. Da das Wetter sich im September aus Erfahrung eher schon zu kühl zeigt, wurde einfach in der Küz eine zünftige Biergartenatmosphäre geschaffen. Entsprechend locker, nach hoofeart, wurde mit der Ortsfamilie gefeiert.

Besonders stolz waren die Hoofe Verantwortlichen, dass im Jubiläumsjahr die Mitgliederzahl erstmals die 50 überstiegen hat, der Hoofe zählt nun 52 Mitglieder.

Session 2016

Nach dem Jubiläumsjahr musste das „Ventil der Guten Laune“ natürlich wieder etwas zurückgedreht werden. Dennoch, das Motte auf dem Rosenmontagswagen klang selbstbewusst: „Mir vom Hoofe, zwar Ü40, doch immer noch jood drop, drum wird wigger op de Drom jeklopp“. Entsprechend laut wurde auf die 3 großen, ineinander verwobenen dicke Drumm, aus denen der Wagen bestand, jeklopp! Und auch an der Tradition wird festgehalten, die Fußgruppe ging als Löörer Ööhs, dem Wahrzeichen und dem Ort, dem der Club seit über 40 Jahre verbunden ist.

Un weiter ging es durchaus laut in dieser Session, oder zählt der Ochsenball 2016 schon zur Session 2017? Es war auf jeden Fall der 30. Ochsenball, der, wie über all die Jahre durch die Arbeit aller Mitglieder veranstaltet werden konnte.