Rosenmontagswagen und -gruppen

Die Begeisterung und Intenion, einen Karnevalsclub zu gründen, kam aus der Beteiligung der Pfadfinder am Rosenmontagszug. Wen wundert es, dass also der Wagenbau von Anfang an einen hohen Stellenwert für den Hoofe hatte. Räumlich eng begrenzt und im Freien fing es in der alten Mühle bei Kessels an. Zugefrorene Wassereimer und steif gefrorene Finger waren keine Seltenheit. Mit dem Dreigestirn 1977 durfte man in der Scheune der Familie Duisberg gegenüber vom Kaiserbau bauen. Dank der neuen Möglichkeiten entwickelte der Hoofe an dieser Stätte seine Techniken. Ob Untergestell mit Holz, mit Eisen, Drahtzaun und Pappmache, Arbeiten mit Schaumstoff oder mit Gips, man kann sagen, wir haben uns an alles gewagt und meist Erfolg gehabt.

Im Jahr 1986 wechselte der Hoofe dann zur Familie Max Esser nach Kriegsdorf, wo wir noch heute unseren Wagen bauen. Berühmt sind die Prinzenwagen, denn diese müssen mit Papierrosen geschmückt sein. In langen und vielen Abenden werden diese dann mit reichlich zusätzlicher Unterstützung hergestellt. Aber auch die Motivwagen konnten sich sehen lassen, ob das der Sieglarer Oohs war oder, wohl unvergesslich, das Löörer Wappentier, der Drache. Mit rollenden Augen und immer wieder den Rachen öffnend fuhr er 1992 in kollosaler Größe durch Loor.

 

Unsere Gruppen im Rosenmontagszug

 Natürlich hat sich auch die Präsentation des Hoofe als Gruppe immer mehr gesteigert. Schon allein die Zahl ist von anfänglich 9 auf mittlerweile über 50 gestiegen, die regelmäßig im Sieglarer Rosenmontagszug mitgehen. Anfänglich wurde auch die eigene „Klamottenkiste“ geplündert, um die Stücke für die Kostüme zu rekrutieren.

Das änderte sich aber schnell, man wollte einheitlich auftreten. Über viele Jahre wurden dann die Kostüme von ein paar „fleißigen SchneiderleinInnen“ selbst gefertigt.

Als dann die Zahl der Teilnehmer am Zoch aber immer größer wurde, war dies nicht mehr zu bewältigen. Notgedrungen kaufen wir heute unsere Kostüme von der Stange. Da im Hoofe vor allem viele Familien Mitglied sind, ist das für manche eine kostspielige Angelegenheit, die zu allen anderen Ausgaben noch hinzu kommt.

Vielleicht können sie sich vorstellen, wieviel Kostüme im Laufe der Jahre sich bei den einzelnen Mitglieder angesammelt haben.